みなさん、こんにちは!
東京はおもしろいまちです。そして、私たちは東京が好きです。ハチコウバスはどうですか。
Unser Tag begann früh, hatte uns der Jetlag doch noch fest im Griff. Nach dem Frühstück ging es noch einmal zum Sensō-ji. Schon sehr beeindruckend, was die Buddhisten hier gebaut haben – und dazu dieser angenehme Duft nach Weihrauch.
Interessant ist auch, dass sich vor dem Tempel über Jahrhunderte eine riesige Marktstraße entwickelt hat, auf der man von Süßigkeiten bis hin zu Messern alles kaufen kann.




Vom Tempel aus sieht man auch das relativ neue Wahrzeichen Tokios, den Tokyo Skytree. Und ganz ehrlich: Er scheint wirklich bis weit oben in den Himmel zu reichen.

Der Tokyo Skytree ist mit 634 Metern das höchste Bauwerk Japans. Die Zahl ist übrigens kein Zufall. „6-3-4“ lässt sich im alten japanischen Zahlwortspiel als „Mu-Sa-Shi“ lesen – eine Anspielung auf die historische Region Musashi, zu der Tokio früher einmal gehörte. Schon verrückt, dass selbst bei der Höhe eines Turms in Japan noch Wortspiele versteckt werden.
Selbst den Fuji-san kann man von da oben aus betrachten. Und das richtig gut. Das finden auch Nadi-san und Kurisu-san.


Außerdem ist der SKYTREE der höchste freistehende Fernsehturm der Welt und generell eines der höchsten Bauwerke überhaupt. Gebaut wurde er übrigens, weil der alte Tokyo Tower für moderne digitale Fernsehsignale irgendwann nicht mehr ausgereicht hat. Tokios Hochhäuser haben ihm quasi die Sicht geklaut.
Was ebenfalls beeindruckend ist: Trotz seiner gigantischen Größe ist der SKYTREE extrem erdbebensicher gebaut. Im Inneren befindet sich eine zentrale Betonsäule, die sogenannte „Shinbashira“. Die Technik stammt ursprünglich von traditionellen japanischen Pagoden und hilft dabei, Schwingungen auszugleichen. Irgendwie faszinierend, wie die Japaner jahrhundertealte Bauideen mit moderner Technik verbinden.
Nach so einem Höhenrausch mussten wir uns erst einmal wieder erden und haben uns an die Mission gewagt, die uns unser Japanischkurs aufgetragen hatte.
In Japan gibt es seit Jahrzehnten einen kleinen „Snack-Krieg“ zwischen den beiden Schoko-Klassikern von Meiji: たけのこの里 (Takenoko no Sato) und きのこの山 (Kinoko no Yama).
Die beiden Süßigkeiten unterscheiden sich eigentlich nur in Form und Keksart – trotzdem diskutieren Japaner bis heute leidenschaftlich darüber, welche besser ist. Takenoko setzt auf einen weicheren Keksboden, während Kinoko mit seinem knusprigen Stiel punktet.
Natürlich mussten wir dieser wichtigen kulturellen Frage ebenfalls nachgehen: Team Takenoko oder Team Kinoko?

Takenoko no Sato
Wir waren uns einig, dass wir uns nicht einig waren. Nadine mag lieber die Pilzberge und Christian eher die Bambusdörfchen. Wahrscheinlich hängt es einfach davon ab, ob man mehr Keks oder mehr Schokolade mag – zumindest wäre das unsere Theorie.
Gegen Mittag beschlossen wir, ins Ginza-Viertel zu gehen. Wir hatten gelesen, dass dort am Wochenende ab 12 Uhr mittags die große Straße für den Autoverkehr gesperrt und in eine Fußgängerzone verwandelt wird.
Wir waren pünktlich um 12 Uhr dort – und siehe da: Die Polizisten flitzten auf die Straße und sperrten alles ab. Ab diesem Moment gehörte die Straße uns.

Neben bekannten Luxusmarken gab es dort auch das ein oder andere japanische Luxuskaufhaus. Dagegen wirkt das KaDeWe fast schon ein wenig blass.

Heute sollten wir noch eine berühmte Kreuzung bestaunen dürfen. Vorher machten wir allerdings noch einen Abstecher zum Meiji Shrine, einer der wenigen großen grünen Oasen mitten in Tokio. Besonders beeindruckend waren die riesigen Torii, die schon beim Betreten des Parks eine ganz besondere Stimmung erzeugen.


Menschen auf der Straße – da war doch was. Zebrastreifen. Shibuya Crossing. Der wohl bekannteste Fußgängerüberweg der Welt. Joa, ganz hübsch. Wir hatten uns das Ganze aber irgendwie noch größer vorgestellt.
Ringsherum gibt es unzählige Möglichkeiten, das Geschehen von oben zu beobachten – inklusive Gin Tonic in der Hand. Das Menschenchaos von oben anzusehen, hat dann doch irgendwie etwas.




Nach diesem Tag voller Eindrücke und platter Füße nahmen wir wieder Kurs auf unser Hotel. Es war schon ein ziemlich beeindruckender Tag.
Auf dem Weg zurück kamen wir noch einmal am Sensō-ji vorbei und konnten dabei die abendliche Stimmung rund um den Tempel einfangen.



また明日。
