Matsue. Onsen. Kaiseki. Gärten.

みなさん、こんにちは。まつえ は とても しずかな まちです。おんせん と りょかん は とても すてきです。
きれいな にわ も あります。ばんごはん は とても おもしろかったです。

Kurz nach 12 Uhr haben wir Hiroshima mit unserem neuen Gefährt verlassen, das uns in den nächsten Tagen begleiten wird. Ein Toyota Aqua wird uns nun durch Japan führen.

Unser erstes Teilstück führte uns in das rund 172 Kilometer nördlich von Hiroshima entfernte Tamatsukuri Onsen, einen kleinen Onsen-Ort vor den Toren von Matsue.

Dort verbrachten wir zwei Nächte in einem typisch japanischen Ryokan – einer traditionellen Unterkunft, in der Entschleunigung, Gastfreundschaft und Erholung im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören meist auch die berühmten Onsen, heiße Quellen mit mineralhaltigem Wasser, das direkt aus vulkanischen Quellen stammt. In Japan gehört das Baden darin fest zur Kultur und soll Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringen.

Abends durften wir dann auch unser erstes Kaiseki genießen. Kaiseki ist die japanische Antwort auf Fine Dining – viele kleine, wunderschön angerichtete Gerichte, die perfekt zur Jahreszeit passen und fast zu schade zum Essen sind.

An manche Gerichte trauten wir uns allerdings doch nicht so richtig heran. Dafür waren einige Zutaten dann doch etwas zu weit weg von dem, was unsere Geschmacksknospen gewohnt sind. Muss man halt mal probiert haben:

Am nächsten Tag standen die Besichtigung eines Tempels und eines Gartens auf dem Plan. In der Region rund um Tottori und der Präfektur Shimane begegnet man immer wieder der alten Legende vom „Weißen Hasen von Inaba“.

Der Geschichte nach wurde der Hase von Haien verletzt und schließlich vom Gott Ōkuninushi geheilt – einer der wichtigsten Gottheiten der alten Izumo-Region. Genau diesem Gott ist auch der berühmte Izumo Taisha gewidmet, einer der ältesten und bedeutendsten Schreine Japans.

Bis heute ist die Geschichte tief mit der Region verbunden. Überall entdeckt man kleine weiße Hasenfiguren, Schreine und Hinweise auf die alte Mythologie. Irgendwie typisch Japan: Selbst uralte Legenden wirken hier gleichzeitig mystisch, friedlich und ein kleines bisschen kawaii.

In der Shimane Präfektur glaubt man, dass sich jedes Jahr im Oktober alle Götter Japans am Izumo Taisha versammeln. Während der Monat im restlichen Japan deshalb „Kannazuki“ genannt wird – also der „Monat ohne Götter“ – heißt er in Izumo aus genau dem gegenteiligen Grund „Kamiarizuki“, der „Monat der anwesenden Götter“. Der Legende nach beraten die Gottheiten dort über das Schicksal der Menschen, Beziehungen und wichtige Ereignisse des kommenden Jahres. Klingt ein bisschen nach himmlischer Jahreskonferenz – nur eben auf japanisch und deutlich stilvoller.

Über dieses Torii sollen die Götter im Okober eintreffen, um sich im Izumo Taisha zu versammeln.

Wir schienen inzwischen die letzten westlichen Touristen in diesem Breitengrad zu sein. Stattdessen trafen wir fast nur noch auf freundliche Japaner – und auch mit Englisch wurde es langsam schwierig. Irgendwie hatten wir das Gefühl, in Japan nun wirklich angekommen zu sein. Wir sind auch überrascht, wie gut wir mit unseren wenigen Japanischkenntnissen uns relativ gut verständigen können.

Nach diesem beeindruckenden Tempel ging es weiter zu einem Garten auf der Insel Daikon. Dort befindet sich der traumhafte Yushien Garden. Und ja – wir waren mehr als beeindruckt.

Nachmittags sind wir noch nach Matsue. Auch hier gibt es eine Burg und ein Samuraiviertel.

In Japan scheinen die Fischreiher auf den Bäumen zu nisten.

Das ländliche Japan hat schon guten Eindruck hinterlassen, wir sind gespannt, was uns noch alles Abseits der ausgetretenen Pfade erwarten wird.

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