Raus ins Grüne

みなさん、こにちは。にっこう の おてら は とても きれいでした。
にっこう から 東京 まで の でんしゃ は とても かっこよかったです。

Endlich ging es mal raus in die Natur. Tokio hat zwar unglaublich viele interessante Ecken, ist aber auch irgendwie anstrengend. Mal eben schnell von A nach B in einer 32-Millionen-Metropole? Kannste knicken.

Dadurch, dass manche Stationen teilweise gar nicht direkt miteinander verbunden sind, muss man beim Umsteigen immer wieder aus dem Bahnhof raus und an anderer Stelle wieder hinein. Ohne Umsteigen kommt man in Tokio ohnehin kaum voran. Am Ende läuft man gefühlt fast genauso lange, wie man mit der Metro fährt.

Umso mehr freuten wir uns, dass es endlich mal ins Grüne ging. Unser Ziel war die Tempelanlage von Nikko. Mit dem Limited Express ging es direkt nach Nikko. Am Bahnhof standen bereits die Busse bereit, die uns weiter zur Tempelanlage brachten.

Die Anlage selbst ist wirklich beeindruckend. Und auch ein weltbekanntes Motiv hat hier seinen Ursprung: die drei berühmten Affen am Nikkō Tōshō-gū.

Aber lassen wir an dieser Stelle einfach mal die Bilder sprechen:

Limited Express
Bonsai
Wer glaubt, dass das Bild einfach nur „Augen zu, Mund zu, Ohren zu“ bedeutet, der irrt sich. Die Darstellung gehört zu einer ganzen Geschichte rund um die Kindererziehung. Sie soll Kindern vermitteln, nichts Böses zu sehen, nichts Böses zu hören und nichts Böses zu sagen.

Die verbleibende Zeit, die wir noch bis zur Rückfahrt haben, nutzen wir um Nikkō zu erkunden.

Ehemalige Rathaus
Ein kleines Café mitten im Ort. Jedes Stück ist handgefertigt. Der Großteil besteht aus Reis. Zwar sehr süß, aber ganz schön lecker.

Um zu unserem Zug zurück nach Tokio zu kommen, mussten wir noch zwei Stationen mit der Happy-Berry-Bahn fahren. Spätestens dort merkt man: In der Präfektur Tochigi dreht sich gefühlt alles um Erdbeeren.

Und wenn man schon in Japan unterwegs ist, dann wenigstens dekadent. Die Spacia X-Klasse soll auf dieser Strecke ein ganz neues Fahrgefühl ermöglichen. Für rund 1.000 ¥ Aufpreis (ca. 5–6 €) bekommt man einen Platz im Lounge-Wagen.

So muss sich Urlaub anfühlen.

Gegen Abend kamen wir wieder in Tokio an. So langsam hieß es nun Abschied nehmen von Tokio, denn unsere Rundreise sollte jetzt erst richtig losgehen.

Wir müssen gestehen, dass wir irgendwie auch ganz froh waren, dieser Metropole langsam entfliehen zu dürfen. Wie bereits eingangs beschrieben, ist es auf Dauer doch ziemlich anstrengend, ständig von A nach B zu kommen.

Trotzdem: So eine saubere Hauptstadt haben wir wirklich selten gesehen. Und auch die Freundlichkeit der Japaner ist etwas, das man so aus der Heimat kaum kennt. Umso gespannter sind wir, wie sich das Ganze erst entwickeln wird, wenn es für uns weiter raus aufs Land geht. Wir werden es bald erfahren.

Jetzt geht es für uns erst einmal mit dem Shinkansen nach Kanazawa – eine Stadt, die einst als Hochburg der Samurai galt.

Kommentar verfassen