Planung, Realität und ein Brief aus Japan

Als wir unseren ersten Blogbeitrag zur Japanreise geschrieben haben, war der Plan noch ziemlich entspannt: ein grober Rahmen, ein paar Ideen – und vor allem der feste Vorsatz, uns vor Ort treiben zu lassen. Japan sollte kein minutiös durchgeplanter Marathon werden, sondern ein Abenteuer mit Raum für spontane Entscheidungen.

Nun ja… sagen wir mal so: Die Realität hat uns bei der weiteren Recherche recht schnell eingeholt.

Je tiefer wir in die Planung eingestiegen sind, desto deutlicher wurde, dass viele Unterkünfte – besonders die schönen – Monate im Voraus ausgebucht sind. Und wenn man ehrlich ist: Mit den Jahren steigen auch die Ansprüche ein bisschen. Früher hätte vermutlich auch das kleinste Zimmer mit Futon und Neonlicht gereicht. Heute freut man sich doch eher über ein gutes Bett, eine ruhige Lage und vielleicht sogar eine schöne Aussicht.

Also haben wir unseren ursprünglichen Plan etwas angepasst. Statt alles offen zu lassen, haben wir die Unterkünfte inzwischen komplett gebucht. Allerdings mit einem kleinen Sicherheitsnetz: Wir haben überall auf flexible Stornierungsbedingungen geachtet. So bleibt zumindest ein bisschen Spielraum, falls wir unterwegs doch noch etwas ändern möchten.

Ein weiterer Meilenstein ist ebenfalls erledigt: die Übersetzung unserer Führerscheine. Und das war tatsächlich ein kleiner besonderer Moment – denn vor kurzem lag Post aus Japan im Briefkasten. Ein Umschlag aus dem Land, in das wir bald reisen werden. Darin: unsere offiziellen Übersetzungen. Jetzt halten wir sie tatsächlich in den Händen.

Damit steht der Reise – zumindest organisatorisch – nichts mehr im Weg. Außer vielleicht einer Kleinigkeit: Der Flieger geht erst in 60 Tagen.

Bis dahin bleiben noch drei Japanisch-Termine in der VHS. Realistisch betrachtet wird unser Sprachwissen also keine gigantischen Sprünge mehr machen. Stattdessen heißt es jetzt: wiederholen, festigen und Vokabeln pauken.

Oder anders gesagt: Das, was wir eigentlich schon können sollten, endlich wirklich können.

Die Vorfreude steigt jedenfalls täglich. Und irgendwo zwischen Vokabelkarten, Reiseplanung und den ersten japanischen Briefen fühlt sich die Reise inzwischen deutlich realer an.

Japan rückt näher. Nur der Kalender scheint das noch nicht ganz verstanden zu haben.

またね。

(Mata ne = Bis bald)

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